"The Cody Rhodes vs. Goldust Rivalry: A Family Feud for the Ages" - WWF Belt

„Die Rivalität zwischen Cody Rhodes und Goldust: Eine Familienfehde für die Ewigkeit“

Die Rivalität zwischen Cody Rhodes und Goldust: Eine Familienfehde für die Ewigkeit

Im großen Universum des professionellen Wrestlings wurden brüderliche Bande geschmiedet, auf die Probe gestellt und auf tragische Weise zerstört. Eine solche Rivalität, die das Publikum gleichermaßen fesselte und enttäuschte, war der Kampf zwischen Cody Rhodes und seinem älteren Bruder Dustin Rhodes, besser bekannt unter ihren WWE-Namen – Cody Rhodes und Goldust.

Ihre Geschichte war zwar innerhalb der WWE kurz, ging aber über die typische Geschwisterrivalität hinaus. Sie behandelte Themen wie Identität, Frustration und die komplexe Dynamik des Familienerbes. Auch wenn die Umsetzung hinter ihren Möglichkeiten zurückblieb, machen der zugrunde liegende emotionale Kern und das unbestreitbare Talent der Brüder selbst die Fehde zu einer lohnenden Wiederauferstehung.

Vom Erbe zur Rivalität: Die Saat der Unzufriedenheit

Cody Rhodes (damals bekannt als Cody Runnels) trat 2006 der WWE bei und war zunächst neben Randy Orton und Ted DiBiase als Teil der „Legacy“-Fraktion erfolgreich. Dustin hingegen war ein Veteran mit einem extravaganten, oft bizarren Charakter – Goldust. Ihre Wege kreuzten sich gelegentlich, und eine spannende Eliminierungsbegegnung beim Royal Rumble 2009 ließ zukünftige Konflikte erahnen.

Die Jahre vergingen, und beide Männer gingen ihre eigenen Wege. 2013 kehrte Goldust überraschend zur WWE zurück und entfachte damit erneut Spekulationen über ein mögliches Tag-Team mit seinem Bruder. Dies geschah und die „Rhodes Brothers“ überraschten das Publikum mit ihrem Charisma und ihrer Chemie im Ring. Sie gewannen sogar die WWE Tag Team Championship, ein Karrierehöhepunkt für beide.

Doch dann zeigten sich Risse. Die WWE-Kreativabteilung stellte Cody als die schwächere Hälfte des Duos dar, die ständig Matches verlor. Diese Frustration manifestierte sich in der Handlung, als Cody seine Richtung in Frage stellte und sich danach sehnte, aus dem Schatten seines Bruders auszubrechen.

Die Geburt von Stardust: Ein Abstieg in den Wahnsinn

Die Antwort der WWE war „Stardust“, ein bizarres, weltraumbezogenes Alter Ego für Cody. Die Figur war zwar optisch beeindruckend, wirkte aber wie eine Abwandlung von Goldust und trug nicht viel dazu bei, Cody zu verbessern. Die Frustration auf beiden Seiten – real und Kayfabe – wurde greifbar.

Goldust sah, dass sein Bruder sich in der Figur verloren fühlte, und versuchte, Cody zurückzuholen. Dies führte zum Kern der Fehde: eine „Bruder gegen Bruder“-Geschichte. Goldust, der verzweifelt versuchte, seinen Bruder zu retten, forderte Stardust bei Fastlane 2015 zu einem Match heraus.

Ein enttäuschender Höhepunkt: Unerfülltes Potenzial

Der Kampf selbst war eine Enttäuschung. Die Geschichte, die ihm vorausging, versprach eine emotionale Katharsis, aber die Ausführung wirkte fad. Dusty Rhodes, ihr Vater und selbst ein legendärer Wrestler, erschien am Ring und fügte eine emotionale Ebene hinzu. Der Sieg durch einen Roll-up für Goldust schien jedoch enttäuschend.

Beunruhigender waren die Folgen. Hinter den Kulissen bekräftigte ein bösartiger Angriff von Stardust auf Goldust die Schurkenrolle. Cody, der die Stardust-Rolle voll und ganz annahm, erklärte seine Familie für tot. Diese dunkle Wendung fühlte sich unnötig an und überschattete das Potenzial für eine differenziertere Erforschung ihrer brüderlichen Bindung.

Jenseits der WWE: Eine bessere Zukunft für die Rhodes Brothers

Nach ihrem Ausscheiden aus der WWE waren sowohl Cody als auch Dustin (der jetzt als „The Natural“ Dustin Rhodes antritt) anderswo erfolgreicher. Insbesondere kamen sie 2019 bei All Elite Wrestling (AEW) wieder zusammen. Dort lieferten sie sich endlich das epische Bruder-gegen-Bruder-Match, nach dem sich die Fans sehnten. Ihr nicht genehmigtes „Lights Out“-Match bei Double or Nothing 2019 war eine brutale, emotionale Achterbahnfahrt, die allgemein als moderner Klassiker gilt.

Diese Begegnung zeigte das wahre Potenzial ihrer Rivalität, das die WWE nie ganz erkannt hatte. Es war ein Beweis für ihr Talent und die tiefe Verbundenheit, die sie teilen, eine Verbundenheit, die über die Grenzen einer geskripteten Handlung hinausgeht.

Ein Erbe dessen, was hätte sein können

Die Rivalität zwischen Cody Rhodes und Goldust bleibt eine kuriose Fußnote in der Geschichte der WWE. Sie hatte alle Zutaten für eine fesselnde Fehde – eine komplexe Familiendynamik, talentierte Darsteller und eine eingebaute emotionale Verbindung. Die kreative Ausrichtung ging jedoch letztendlich in die Irre und hinterließ ein Gefühl unerfüllten Potenzials.

Trotz dieser Mängel bot die Rivalität einen Einblick in die komplexe Welt des professionellen Wrestlings. Sie zeigte die feine Balance zwischen Unterhaltung und echter menschlicher Verbindung, eine Balance, die, wenn sie erreicht wird, Wrestling zu einer Kunstform erheben kann. Noch wichtiger war, dass sie die dauerhafte Verbindung zwischen zwei Brüdern hervorhob, eine Verbindung, die beim Publikum Anklang fand und auch außerhalb der Grenzen der WWE weiterlebt.

Zurück zum Blog